Anneliese Schöfbeck
Malerei und Collagen
07.05. - 13.06.
Fragmente unbegreiflicher Landschaft in Mecklenburg oder anderswo in der Welt formt Anneliese Schöfbeck zu Bildern expressiver Vitalität. Die kraftvolle Spur ihrer Malerei lässt großzügig Raum für Licht und Farbe. Die Bestimmtheit der Komposition gibt dem Gesehenen eine eigenwillige Ordnung. Hinter der abstrahierten Form schwingt die Bewegtheit von Einfühlung und geistiger Durchdringung; Lebendigkeit des inneren Sehens.
Der Titel „Nachbarliche Welten“ beschreibt auch das fortwährende Interesse der Künstlerin an eigentlich schon Bekanntem, zeichnerisch und malerisch Ergründetem. Das Erspüren des Spektakulären in der heimatlichen Landschaft und temporäre wie strukturelle Veränderungen führen zu einer ganz neuen Sicht, zu neuen Bildern, zu einem individuellen Werk.
Barbara Wetzel
Margarete oder Frau mit Hund
18.06. - 31.07.
Holzschnitte, Zeichnungen und Objekte Barbara Wetzel, Steinmetzin und Bildhauerin (Diplom HfBK Dresden) möchte wie die mittelalterlichen Illustratoren und Erzähler verstanden werden. Die Kommunikation durch die Holzplastiken, Holzschnitte, Objekte und Zeichnungen erfordern Erinnerung und Konzentration, denn sie findet auf einer ganz anderen, den heutigen Menschen ergreifenden Ebene statt. Der spannende Prozess bis zu dem Augenblick, da sich Subjektives und Allumfassendes, Spontaneität und Reife die Waage halten führt zu dieser Kunst.
Da ist die heilige Margarete von Antiochien, die aufgestanden ist, ihren eigenen Weg zu finden, die Schafhirtin, die den Teufel besiegt und da die Margarete, die Paul Celan in der „Todesfuge“ immer wieder vergegenwärtigt oder ist es die Margarete, die Frau auf der Straße mit angeleintem Hund, Ausschau haltend, wonach nur?
Tanja Zimmermann
August im November
06.08.- 11.09.
Die Verwandlung eines Stück Papiers in eine Kostbarkeit aus feinsten Farbschleiern und Wegzeichen in eine Welt, die Räume schafft von Horizont zu Horizont immer weiter sich öffnend. Sehnsuchtsblätter, die das Kleine im Großen, die Nähe in der Ferne, die Poesie im Überleben, das Bleibende im Fließen, den August im November erspüren. Malerei, die manchmal eher gezeichnet ist, Collagen, die eher gemalt sind, zeigt die Ausstellung von Tanja Zimmermann.
Axel Anklam
Land
Skulpturen
17.09. - 30.10.
Dynamisch in der Charakterisierung des Gegenstandes vereint Axel Anklam die Jahrtausende alte Kunst des Schmiedens und den freien experimentellen Umgang mit Latex, Epoxydharz und Edelstahl. Die elegant konvex und konkav bewegte Kontur transportiert die Kraft, die vom geschmiedeten Inneren der Skulpturen nach außen wirkt. Die membranartigen, fein gespannten Ummantelungen spielen mit Licht und Farbe. Sie scheinen das Geheimnis von Harmonie zu bewahren. Die Kinder des Boreas, Gott des Nordwindes, durchwehen den mittelalterlichen Raum. Die Statuarik des alten Gemäuers wird durch die elegante Bewegung der Boreaden neu erlebbar.




