Aktuelle Ausstellungen

Ausstellungen 2019

Burg Klempenow ist als Standort für zeitgenössische professionelle Kunst etabliert. Die Struktur des Burgsaals ohne Fenster mit den sehr bewegten Umfassungsmauern ist eine starke Herausforderung für Künstlerinnen und Künstler. Erstaunlich und beglückend, wie Kunst der Gegenwart und der fragmentarische Körper eines historischen Zweckbaus einander eine Bühne geben. Das Kabinett im Westflügel dagegen bietet Stille, unkomplizierte klimatische Bedingungen und raumdruchflutendes Licht. Gezeigt werden Malerei, Grafik und Plastik und Kunsthandwerk.

Michael Kain/Henry Stöcker

Handzeichnung | Malerei | Skulptur

17.8.-6.10.2019

Der Bildhauer Henry Stöcker und ausgebildete Biologe ist fasziniert von Formen. Das Zusammenspiel von Formen spielt eine wesentliche Rolle in seiner künstlerischen Praxis, gezeichnet von einem kontinuierlichen Dialog zwischen Wissenschaft und künstlerischer Freiheit.Für seine Skulpturen benutzt Stöcker oft Materialien wie Metall, Gips, Beton, Wachs und Draht. Tropfpunkte, die durch Wärme beim Schweißen entstehen, definieren nicht nur die Oberfläche der Eisenskulpturen, sondern auch ihren Charakter. Durch ihre spielerischen, aber auch kraftvollen Formen laden seine Werke zur persönlichen Erforschung und Interaktion ein,oft lassen diese nach etwas wiedererkennbaren zu suchen. Repräsentation und Abstraktion als Ausdruck werden miteinander integriert, und mit einem subtilen Sinn für Humor wird die organische und künstlerische Formensprache verflochten und hervorgehoben. Insbesondere in seinen Gipsskulpturen erkennt der Betrachter ein Gefühl der Zerbrechlichkeit.

www.henrystoecker.de

Der abstrakte Maler Michael Kain hat seine Wurzeln in der klassischen Kunsttradition. Kain begann später alternative Konzepte und Ausdrucksformen zu erforschen und mit Abstraktion und Farben zu experimentieren. In seinen Ölmalereien verwendet Kain eine Vielfalt an Farben, um seine abstrakten Themen in einer Farbexplosion auf der Leinwand umzuwandeln. Er malt Werke, die eine Ehrlichkeit in der Beziehung zwischen Farbe und Leinwand aufweisen und mit modernistischen Werten von reiner Malerei korrespondieren, statt ‘illusorischer’ Erzählkunst mit wahrnehmbaren Figuren. Seine Ölbilder entwickeln sich in einem langwierigen Prozess, Impasto, in dem Farbschicht für Farbschicht aufgetragen wird, so entsteht eine stoffliche Struktur die zu einem Spiel von Textur und Kontrast führt, und dem Betrachter ein mehrdimensionales Erlebnis bietet. Um der Leinwand gelegentlich zu entfliehen, führt Kain seine Arbeit weiter, indem er seine abstrakten Kompositionen in Papierarbeiten weiter erforscht.

Barbara Wetzel

Fibonaccis Krückstock

Handzeichnung | Holzschnitt | Skulptur

29.6.-11.8.2019

Zur Ausstellungseröffnung am Samstag, dem 29. Juni 2019 um 16 Uhr laden wir sehr herzlich ein.

Einführung: Dr. Simone Tippach-Schneider Musik: Gabriele Hesse, voc

 

Barbara Wetzel ist eigentlich Bildhauerin, erfindet aber auch gerne Sachen, z.B. das Fahrrad oder Gerüste. Manchmal schnitzt sie Figuren. Sie fertigt Sägearbeiten an und druckt sie dann, egal wie groß sie sind auf Papier oder Stoff.
Sie baut hin und wieder mal ein Büchlein. Gerne mit anderen zusammen.



Matthias Jaeger

...Kunst geschieht

Handzeichnung | Installation | Video

11. Mai 2019 bis 23. Juni 2019

Ausstellungseröffnung am Samstag, dem 11.5. um 11 Uhr.

Mit dieser Ausstellung möchten wir die Erinnerung an Matthias Jaeger wachhalten, an den unermüdlichen Zeichner und Maler, der durch seine Sicht auf das Leben oft ein Staunen hervorrief. Seine Kunst lädt ein, von einem anderen Standpunkt aus zu schauen und ihm folgend, dem Alltag mit einem guten Teil Humor zu begegnen, andererseits muss das Entlarvende seiner Ausdrucksweise ausgehalten werden. Er war jemand, der ohne Zeichenstift kaum denkbar war. Tägliches Neubeginnen in der Vorstellung, dass einmal alle Komponenten glücklich zusammenkommen, dass er diesen unglaublichen Moment erleben darf, an dem Kunst entsteht, war Voraussetzung seines Schaffens und seine künstlerische Haltung.

Wir haben versucht, in dieser Ausstellung Werke verschiedener Schaffensphasen und Arbeitsbereiche darzustellen. Nicht alle Experimente z.B. in der Keramik oder dem Textilen konnten berücksichtigt werden. An dieser Stelle sei auch auf Arbeiten im öffentlichen Raum, wie die Ausgestaltung einer Kindertagesstätte oder die Wandgestaltung im Studiokino „Latücht“ Neubrandenburg verwiesen.

Matthias Jaeger wurde 1945 in Schwerin geboren, wuchs in Neubrandenburg auf, machte Abitur mit Lehrabschluss zum Betonfacharbeiter, arbeitete als Kranfahrer und studierte schließlich an der Hochschule für bildende Künste Dresden Malerei bei den Professoren Kettner, Horlbeck, Bergander, Damme und bei Herbert Kunze. Er war seit 1978 Mitglied des VBK/ DDR, seit 1990 Mitglied des Künstlerbundes MV.im Jahr 1995 begann seine Tätigkeit als Lehrbeauftragter an der Fachhochule Neubrandenburg. Seine Werke befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen, so im Kupferstichkabinett Dresden, in den Staalichen Museen Schwerin, in der Sammlung des Landes Mecklenburg- Vorpommern und in der Kunstsammlung Neubrandenburg.

Juliane Ebner

Durchgangslage

Handzeichnung | Installation | Video

23. März 2019 bis 5. Mai 2019

Ausstellungseröffnung am Samstag, dem 23.3. um 16 Uhr.

Juliane Ebner, gebürtige Stralsunderin, gehört zur jungen Berliner Kunstszene, deren Ausstrahlungskraft auf der radikalen Transformation althergebrachter Themen und traditionsreicher Kunstgattungen beruht. Ebners Thema und zugleich Ausdrucksmittel ist die Zeichnung. Ausgebildet an der Muthesius- Kunsthochschule Kiel bedient sie sich ihrer virtuos - nutzt die Papierarbeiten oft aber nur als Ausgangspunkt für einen Arbeitsprozess, an dessen Ende durchscheinende Plexiglasbilder oder Zeichentrickfilme im Stop-Motion Verfahren stehen. Diese Verwandlung macht einen großen Teil der Faszination Ebners Arbeiten aus, doch ist sie nur das Mittel zum Zweck, um hochkomplexe Bildwelten zu erschaffen, in denen das Thema von individueller Erinnerung und offizieller Geschichtsschreibung subtil ausgelotet wird.

Kristina Volke Kuratorin der Kunstsammlung des Deutschen Bundestages