Aktuelle Ausstellungen

Die aus dem 13. Jahrhundert stammende Burg Klempenow hat sich als ein guter Ort für bildende Kunst erwiesen. Die stillen, geheimnisumwitterten Räume mit ihrer teils fragmentarischen baulichen Hülle und die besonderen Klang- und Lichtverhältnisse geben den Werken malerischer, grafischer oder skulpturaler Ausprägung einen einmaligen Rahmen. Der Besucher kann die Darstellung von Gegenwart in kontemplativer Stille mit der eigenen Wahrnehmung abgleichen, andererseits geben die alten Mauern Spuren frei, die der fantasieträchtigen Vorstellung von Vergangenheit einen realen Bezug geben.

Äußere Umstände

Christin Wilcken

Arbeiten auf Papier

26.3. - 24.4.2016

nur im Westflügel

Ausstellungseröffnung am Ostersonnabend, 26.3. um 16 Uhr

Einführung: Heidemarie Tworke

Musik: Charlotte Gombert, Klarinette

Manchmal gehen wir auch zum Hafen

Karsta Lipp und Susan Lipp

Malerei | Zeichnung | Collage

30.4. - 23.5.2016

Zwei vielseitige Berliner Künstlerinnen, Mutter und Tochter, überschreiben ihre Ausstellung in der Galerie Burg Klempenow mit den Worten „Manchmal gehen wir auch zum Hafen“ und geben damit einen Hinweis auf häufige, lange Aufenthalte auf der Kykladeninsel Anafi.Atmosphäre, Landschaft und Menschen werden immer vertrauter. Offen, frisch und unmittelbar sind grafische Anlage und malerische Spur der teils großformatigen Bilder von Karsta Lipp. Die Collagen von Susan Lipp scheinen Traumfetzen zu vergegenwärtigen.

Einführung: Achim Niemann, Maler Musik: Stefan Samrowski - Strasser: Gitarre und Gesang, Karsta Lipp: Bouzouki und Rainer Kühn: Gitarre

Die Ausstellungseröffnung findet am 30.4. um 16 Uhr statt.

Foto: Karsta Lipp

Sibylle Leifer

Malerei | Grafik

4.6. - 10.7.2016

 

Sibylle Leifer zeigt eine sehr eigen-und widerständige Kunst. Ihre Aufmerksamkeit gilt der einfachsten Kreatur wie den größten gesellschaftlichen Problemen. In den Mythen der Menscheitsgeschichte, von ihrem Ursprung über ihre Wandelbarkeit und ihrer Bedeutung in der Zeit findet Sibylle Leifer den Stoff, der künstlerische Auseinandersetzung fordert. Meist sind Frauen die Handelnden, wild, stark, extatisch.

In der Ausstellung auf Burg Klempenow wird auch die vollständige Serie der sieben Todsünden zu sehen sein. Desweiteren werden Bücher mit Holzschnitten von Sibylle Leifer zum Kauf angeboten.

Sibylle Leifer

1943 in Krakau geboren | 1944 Flucht nach Berlin | 1953 Übersiedlung nach Greifswald | 1961 Abitur | 1963 Abschluss der Fotografenlehre, Abendschule der Hochschule für Bildende Künste Dresden, Präparatorgehilfin im Kupferstichkabinett Dresden | 1966 Studium der Malerei und Grafik an der HfBK Dresden | 1968, 1973, 1975 Geburt der Söhne |1972 Diplom, freischaffende Malerin in Sanz bei Greifswald und Dresden | 1975 Mitglied im VBK der DDR | 1980 Meisterschülerin an der Akademie der Künste | Reisen nach Moskau, Krakau und Prag, Exkursionen nach Westberlin durch die AdK | 1982 Arbeitsaufenthalt in der Keramikwerkstatt von Hedwig Bollhagen | 1985 Studienaufenthalt in Prag | 1988 Reise nach Ungarn | 1991 Mitglied im BBK, Dozentin für Kunst, Gestaltung und Fotografie an der Fachschule für Sozialpädagogik und Familienpflege Greifswald | erster Aufenthalt in den USA | 1992 Lehrauftrag am Caspar-David-Friedrich-Institut Greifswald | 1994 Arbeits-und Studienaufenthalt in Taiwan | 1995 Studienaufenthalte in den USA und Südfrankreich | Dozentin an der Grafik-und Design-Schule Anklam | 1996-98 Reisen nach Paris, Moskau, in die USA, Polen, Norditalien, Kanada, Litauen und nach Karlsruhe | 2000 Kursleiterin an der VHS Greifswald

Sibylle Leifer war an zahlreichen Ausstellungen im In-und Ausland beteiligt. Ihre Werke sind in privaten und öffentlichen Sammlungen zu finden:

Kunsthalle Rostock, Staatliche Museen Schwerin, Kunstsammlung Neubrandenburg, Kupferstichkabinett Dresden, Akademie der Künste Berlin, Museum für Bildende Kunst Leipzig, Pommersches Landesmuseum Greifswald

„Hoffnung und Verzweiflung im Wechsel und letztendlich der Zweifel, die große Ratlosigkeit; diese zehrenden Gemütsbewegungen fließen in jedes meiner Bilder. Augen im Kopf zu besitzen bedeutet noch lange nicht sehen zu können. Der Halbsehende ist derjenige, der nur sieht, was drauf ist, der nichts dahinter bemerkt, wie Inhalt zur Form, Rhythmus, Komposition. Der Halbsehende ist nichtsdestotrotz ein sympatische Mensch, weil er überhaupt hinblickt.“

Zitat: Sibylle Leifer, Hinterland.Seite 58

Einblicke

Leihgaben aus der Sammlung der Kulturstiftung Rügen

16.7. - 28.8.2016

 

In der Sommerausstellung auf Burg Klempenow werden Handzeichnungen, Grafiken und Gemälde aus der Sammlung der Kulturstiftung Rügen gezeigt, aus der spannenden Entstehungszeit von 1945 bis 2012 .Trotz teils konfliktgeladener Ausgangspositionen der z Künstlerinnen und Künstler gewinnt die Präsentatiion durch eine gewisse Leichtigkeit .

Im Burgsaal und im Kabinett des Westflügels sind bis zum 28. August 2016 Werke von Manfred Butzmann, Carlfriedrich Claus, Wolfram Ebersbach, Wolfgang Frankenstein, Antje Fretwurst – Colberg, Friedrich – Wilhelm Fretwurst, Bernhard Heisig, Johannes Heisig, Annelise Hoge, Hannah Höch, Horst Hussel, Edmund Kesting, Walter Libuda, Michael Möbius, Barbara Müller- Kageler, Rolf Münzer, Uwe Pfeiffer, Helmut Senf und Reinhard Springer zu sehen.


Trak Wendisch

Trak Wendisch

Malerei | Skulptur


Galerie Burg Klempenow, 3. September bis 16. Oktober 2016

Eröffnung: Sonnabend, 3. September 2016, 16 Uhr im Burgsaal

Einführung: Ulrich Kavka, Kunstwissenschaftler, Berlin

Musik: Uwe Kropinski, git., Berlin


„Die Sprache der Bildwerke von Trak Wendisch ist gespeichertes Leben. Sie berührt elementar, gleichsam als Beachtung heischendes Signum, das Sein eines komplexen Lebensgefüges zwischen niederdrückender Tragik und aufreizender Euphorie, zwischen Beherrschtheit und Aufruhr, zwischen Schwerkraft und Fliehkraft, zwischen Abschied und Ankunft.“ Ulrich Kavka, Berlin 2015 in Flora, 3


1958 geboren in Berlin

1977 -1982 Studium der Malerei und Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig

seit 1982 freischaffend in Berlin

seit 1983 Arbeit an der Skulptur

1985 Meisterschüler an der Hochschule füe Bildende Künste Dresden bei Gerhard Kettner

1985 - 95 Gemeinschaftsprojekt „Burg Goldbeck“ bei Wittstock

1992 – 2010 Arbeitsaufenthalte und Ausstellungen in Brasilien, Costa Rica, Mexico und Venezuela

lebt und arbeitet in Berlin

Werke von Trak Wendisch befinden sich in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen.

Berlinische Galerie, Berlin

Galerie Junge Kunst, Frankfurt (O)

Kupferstichkabinett, Berlin

Museum für Gegenwartskunst, Oslo, Norwegen

Museum für Moderne Kunst, Toyama, Japan

Muzeum Beelden aan Zee, Scheveningen, Niederlande

Universidade Federal do Rio Grandedo Norte, Natal, Brasilien

Sammlung Ludwig

Nationalgalerie Berlin

Bundesbank

Haus der Geschichte, Leipzig

Stiftung Stadtmuseum, Berlin

Auswärtiges Amt, Berlin

Stiftung KunstRaum, Rantum, Sylt

Museum der Bildenden Künste, Leipzig

Königin Elisabeth Hospital, Berlin

Weihnachtsausstellung - Linde Famira

Linde Famira
überrascht uns mit filigranen Zeichnungen, die Weltgeschehen in einer Notitz zu fassen suchen. Die Malerei expressiv und symbolträchtig wirkt direkt und unausweichlich. Die Objekte werden aus dem Abfall, den Überbleibseln und achtlos herumliegenden Resten von Irgendwas spielerisch zusammengebaut und erzählen, ähnlich archäologischen Funden, von der heutigen Lebenswelt der städtischen Gesellschaft. Die Arbeiten der Berliner Künstlerin sind am 3. Dezember 2016 während des Adventsmarktes im Kabinett der Galerie Burg Klempenow zu sehen.

Weihnachtsausstellung - Historisches Spielzeug

Historisches Spielzeug
aus dem Stralsund-Museum erinnert die Gäste des Adventsmarktes an Kinderfreuden unserer Groß- und Urgroßelten. Die Spuren kindlichen Rollenspiels rühren nicht nur das Herz des vorweihnachtlich gestimmten Gastes der Burg Klempenow, sondern zeigen, wie durch spielerisches Lernen das Ideal von Familie im Kind angelegt wurden.