Aktuelle Ausstellungen

Ausstellungen 2020

Kunstausstellungen auf Burg Klempenow sind Behauptung gegenüber der baulichen Hülle. Jeder ihrer Steine, Nischen, Bruchstellen scheinen Geschichten von Macht und Stärke, Verfall und Vergessen zu erzählen. Die behutsame Restaurierung ermöglicht dies zu erleben, wie auch die Entfaltung zeitgenössischer Kunst in einer Atmosphäre des Innehaltens, des sich Besinnens und der Kontemplation.

 

 

Klaus Roenspieß - Malerei | Gertraude Bauer - Plastik

16. August - 27. September

Zur Ausstellungseröffnung am Sonntag, dem 16. August, um 15 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein. Einführung: Dr. Anita Kühnel, Kunsthistorikerin Musik: Conny Bauer, Posaune und Matthias Bauer, Kontrabass


Klaus Roenspieß


1935 in Berlin geboren


Schon als ganz junger Mensch malte und zeichnete er Motive seiner Stadt.


1953 Abschluss der Lehre als Gebrauchswerber

und Teilnahme an den Abendveranstaltungen der Hochschule für Bildende und Angewandte Kunst Berlin-Weißensee.


1954/55 Studium ebenda u.a. bei Herbert Behrens- Hangeler


1972 verstärkte Hinwendung auch zur Graphik


Reisen nach Paris ermöglichten ihm eine intensive Auseinandersetzung mit der französischen Malerei.


Arbeiten von Klaus Roenspieß befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen.

(Kunsthistorisches Museum Magdeburg, Berliner Nationalgalerie, Märkisches Museum, Lindenau Museum Altenburg)


Gertraude Bauer


1950

in Halle/S. geboren
Schulzeit in Sonneberg/Thür.

1968-73

Theologiestudium an der Humboldt-Universität Berlin

Diplom

1977-82

Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee

Diplom für Bildhauerei

1980 und 83

Geburt der beiden Söhne

seit 1984

als freiberufliche Bildhauerin in Klenz bei Demmin ansässig

1996/97

Arbeitsstipendium des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern

1994-2006

Vorstandsmitglied des Künstlerbundes Mecklenburg und Vorpommern e.V. im BBK

2004-2012

Projektleiterin des landesweiten Projektes „Künstler für Schüler“

 

 

"Arbeiten im privaten und öffentlichen Besitz, z.B. Kunstsammlung Neubrandenburg, Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern“

 

 

Nils Dicaz

Handzeichnung | Installation

5. Juli - 8. August

Zur Ausstellungseröffnung am Sonntag, dem 5. Juli, um 11 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein. Einführung: Einführung: Dr. Katrin Arrieta, Kunsthistorikerin, Musik: Willi Kellers, Schlagzeug

 

 

Die Handzeichnung von Nils Dicaz ist wie ein Fortschreiben des gerade Erlebten. Spontanes Reagieren und Aufnehmen eines Gedankens, der die unmittelbare künstlerische Verständigung überschreitet. Oft finden sich Wörter, Schrift als Kontrapunkt zum Bildhaften, die in eine weitere Dimension hineinführen. Hier berühren sich sein Zeichnen und sein Schreiben.


1961 in Stralsund geboren, 1980 Abitur in Greifswald
1980 - 1984 Studium Germanistik und Kunst an der Ernst- Moritz- Arndt- Universität Greifswald, Lehrerdiplom für die Fächer Kunst und Deutsch
1984 - 1987 Kunststudium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden
in der Fachklasse Prof. Jutta Damme u.a. bei Prof. Bruno Konrad,
Prof. Gerhard Kettner und Johannes Heisig
1987 Diplom für Malerei und Grafik
seit 1988 Künstlerischer Mitarbeiter am Caspar- David- Friedrich- Institut der Universität Greifswald am Lehrstuhl Bildende Kunst, Lehrtätigkeit in den Bereichen Druckgrafik, Zeichnung, Künstlerbuch
1990 Arbeitsstipendium der Stadt Osnabrück
seit 1991 neben den Arbeitsschwerpunkten Grafik und Zeichnung bildhauerische Tätigkeit, vorwiegend Arbeiten in Holz
seit 1994 Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Guttenberg und dem
Neuen Kunsthaus Ahrenshoop, Beteiligung an Künstlerbucheditionen
1996 Aufbau der Siebdruckwerkstatt für das CDF-Institut
1998/99 eigene künstlerische Projekte zum Thema Romantik
(Performance, Video, Installation) in Deutschland und den USA (Nevada, Kalifornien)
1999 Arbeitsstipendium für das Virginia Center for the Creative Arts (USA)
2000 Arbeitsstipendium der Kulturbro 2000 Foundation (Schweden/Dänemark),
2001 Arbeitsstipendium der Stiftung Kulturfonds
2002 Kunstpreis des Freundeskreises-Neues Kunsthaus Ahrenshoop
innerhalb des internationalen Ausstellungsprojektes „TRIADE“
2003 Aufbau der Künstlerbuchwerkstatt für das CDF-Institut
2005 Aufenthaltsstipendium im Internationalen Gästeatelier WWpp Basel, Schweiz,
Berufung in den Künstlerischen Beirat für das Internationale Stipendiatenhaus Künstlerhaus Lukas, Ahrenshoop
2006 Arbeits- und Aufenthaltsstipendium der Cranach- Stiftung, Cranachatelier Lutherstadt Wittenberg

Dicaz lebt und arbeitet in Neuendorf, nahe der Universitäts- und Hansestadt Greifswald in Mecklenburg / Vorpommern, ist Mitglied im Künstlerbund M/V im BBK

 

 

Rainer Weber Osthaus/Sibylle Sommer

Handzeichnung | Malerei

Schmuck | Kleinplastik

17. Mai - 28. Juni

Zur Ausstellungseröffnung am Sonntag, dem 17. Mai, um 11 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein. Einführung: Ulrich Kavka, Kunstwissenschaftler Musik: Birgitta Flick und Nico Lohmann, Saxophone

RAINER WEBER OSTHAUS:

1956 in Berlin geboren 1978-1981 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, 1981-1989 Arbeit als freier Künstler in Halle/Saale und Weimar,
Personalausstellungen in Dresden und Halle 1987-1989 Ausreiseantrag/Ausreise nach Hamburg
Personalausstellung im BBK Hamburg 1990-91 Ausstellungsbeteiligung, “Ausgebürgert“ in den
Deichtorhallen Hamburg Personalausstellung im Stapelhaus in Köln, Zeichnungen Gründung der Künstlergemeinschaft „Hamburger Aktivisten“ mit Bernd Schlothauer Kunstaktionen in Hamburg, Kassel und Weimar
1992. 1992  halbjähriges Stipendium im Künstlerhaus Cismar/ Schleswig Holstein
1993. 1993  Personalausstellung in der Galerie Wohnmaschine, Berlin- Malerei und Aktionskunst mit Bernd Schlothauer
 2000-2016 Kunst am Bau, Realisationen und Ausstellungsbeteiligungen, Mitglied im Bund Bildender Künstler Leipzig
2016 Umzug von Leipzig nach Stralsund Mitglied im Künstlerbund Mecklenburg und Vorpommern
Teilnahme an diversen Ausstellungen, “Art Stralsund“, „Kunst Offen“ und an verschiedenen Ausstellungen der Galerie Rotklee, Putbus

Die Moderne kann ein unlösbares Problem sein, persönlich und in der Kunst. Wer und was bin ich, wo stehe ich und was ist mein Beitrag?
Fragen für ein ganzes Leben. Erstaunlich, hier, am unerwarteten Platz, spät, wird das Ewige und Naheliegende, wie zufällig, für mich sichtbar und zu einer spannenden künstlerischen Welt. Segel, Badende, Seegras, stürmisches Wasser, Möwen und sich im Wind wiegendes Schilf werden zu meiner Moderne! Dafür bin ich dankbar!

R. W. Osthaus

http://www.rainer-weber-osthaus.de/malerei.html

 

SIBYLLE SOMMER

1958 geboren in Suhl
1975-79 Lehre als Goldschmied in Erfurt
1980-85 Studium an der Hochschule für Kunst und
Design, Halle, Burg- Giebichenstein,
1985 freiberuflich in Weimar
1986 Ausstellung mit Antje Scharfe in Magdeburg, Kloster unser lieben Frauen
1989 freischaffend in Hamburg 1996 Umzug nach Halle und Leipzig 1997-2016 freischaffend in Leipzig
2016 Umzug nach Stralsund
Ausstellungsbeteiligungen und Preise (Auswahl):
1990 „Künstler aus Deutschland Ost und West“, Hamburg
1991 halbjähriges Stipendium im Künstlerhaus Cismar/
Schleswig Holstein, verliehen vom Ministerium für Familie,
Jugend und Kultur der Kieler Landesregierung
1992 „Halle- Burg Giebichenstein“,
1970-92, Grassimuseum Leipzig
1993 Galerie Schmuckforum, Zürich
1994 Galerie für angewandte Kunst, München
1995 Zweiter Preis, Internationaler Schmuckwettbewerb, Idar Oberstein
1997 „Metallkunst“, Berlin
1998 „Künstler aus Deutschland“, Padua
1997-99 Grassimesse, Leipzig
1999 „Augenlust“ Kunsthandwerk in Deutschland, Erfurt, Galerie Roter Ochse
1999 Schmuck und Kleinplastik aus Stahl,Düsseldorf
1999 „Zwischenzeit“ Kleinpastik und Schmuck, mit R.W.O. Ausstellung in der Zeitkunstgalerie Halle/S.

über das suchen und finden
das ankommen und weggehen,
das scheitern und aufrichten,
all das auf und ab
mit der inneren kraft,
diesem etwas entgegenzusetzen,
in der gewissheit,
es gibt mich noch.
einen teil davon abzulegen, aufzuzeigen
in einer für mich wichtigen arbeit.
das ist es,
was mich dazu treibt,
immer weiter zu suchen.
haken zu schlagen im leben
und doch wieder
an einem neuen punkt anzukommen, über wechselnde orte
und menschen hinaus.
für mich ein großer spannungsbogen. diese innere energie wahrzunehmen und umzuwandeln in eine idee,
das ist das wesentliche !
immer dann, wenn ich schmuck mache, bin ich bei mir selbst
angekommen, für eine zeit.

Sibylle Sommer

 

 

Ausstellungen 2019

Michael Kain/Henry Stöcker

Handzeichnung | Malerei | Skulptur

17.8.-6.10.2019

Der Bildhauer Henry Stöcker und ausgebildete Biologe ist fasziniert von Formen. Das Zusammenspiel von Formen spielt eine wesentliche Rolle in seiner künstlerischen Praxis, gezeichnet von einem kontinuierlichen Dialog zwischen Wissenschaft und künstlerischer Freiheit.Für seine Skulpturen benutzt Stöcker oft Materialien wie Metall, Gips, Beton, Wachs und Draht. Tropfpunkte, die durch Wärme beim Schweißen entstehen, definieren nicht nur die Oberfläche der Eisenskulpturen, sondern auch ihren Charakter. Durch ihre spielerischen, aber auch kraftvollen Formen laden seine Werke zur persönlichen Erforschung und Interaktion ein,oft lassen diese nach etwas wiedererkennbaren zu suchen. Repräsentation und Abstraktion als Ausdruck werden miteinander integriert, und mit einem subtilen Sinn für Humor wird die organische und künstlerische Formensprache verflochten und hervorgehoben. Insbesondere in seinen Gipsskulpturen erkennt der Betrachter ein Gefühl der Zerbrechlichkeit.

www.henrystoecker.de

Der abstrakte Maler Michael Kain hat seine Wurzeln in der klassischen Kunsttradition. Kain begann später alternative Konzepte und Ausdrucksformen zu erforschen und mit Abstraktion und Farben zu experimentieren. In seinen Ölmalereien verwendet Kain eine Vielfalt an Farben, um seine abstrakten Themen in einer Farbexplosion auf der Leinwand umzuwandeln. Er malt Werke, die eine Ehrlichkeit in der Beziehung zwischen Farbe und Leinwand aufweisen und mit modernistischen Werten von reiner Malerei korrespondieren, statt ‘illusorischer’ Erzählkunst mit wahrnehmbaren Figuren. Seine Ölbilder entwickeln sich in einem langwierigen Prozess, Impasto, in dem Farbschicht für Farbschicht aufgetragen wird, so entsteht eine stoffliche Struktur die zu einem Spiel von Textur und Kontrast führt, und dem Betrachter ein mehrdimensionales Erlebnis bietet. Um der Leinwand gelegentlich zu entfliehen, führt Kain seine Arbeit weiter, indem er seine abstrakten Kompositionen in Papierarbeiten weiter erforscht.

Barbara Wetzel

Fibonaccis Krückstock

Handzeichnung | Holzschnitt | Skulptur

29.6.-11.8.2019

Zur Ausstellungseröffnung am Samstag, dem 29. Juni 2019 um 16 Uhr laden wir sehr herzlich ein.

Einführung: Dr. Simone Tippach-Schneider Musik: Gabriele Hesse, voc

 

Barbara Wetzel ist ausgebildete Bauzeichnerin, Steinmetzin und Bildhauerin. Ihr Studium, das ihr in der DDR verwehrt worden war, absolvierte sie an der Hochschule für Bildende Künste Dresden und schloss es 1998 mit dem Diplom ab.

Auf alles Geschehen künstlerisch reagieren zu können, ist für sie Voraussetung zur Lebensarbeit in ihrer großen Familie, für künstlerisch-pädagogische Projekte und für ihr soziokulturelles Engagement. Ihr Kunst soll verstanden werden, egal ob sie Existenzielles oder Abseitiges thematisiert. Aus der plastisch-figürlichen Arbeit heraus hat sich ihre Hinwendung zum Holzschnitt ergeben, wobei teils riesige Formate und erzählende Blätter in kleinen Auflagen entstanden sind, die direkter und schneller zu einem Ergebnis führen, als die Arbeit am Stein oder Eichenholz. Ihre Bildsprache ist von frappierender Einfachheit und poetischer Dichte. Gern bezieht sie sich auf literarische Texte. Ihre Kunstbücher mit Originalgrafik, handgedruckt und handgebunden erfreuen die Sinne. Bei ihrer Arbeit lauscht sie dem Wort, seinem Echo, seinem Gestimmtsein im semantischen Raum und druckt kostbare unikate Blätter gleichzeitig nebeneinander, in immer neuen Konstellationen, in der Entstehung einander bedingend, im Ergebnis miteinander sprechend

Ihre Skulpturen sind raumgreifende expressive Werke - Konfrontationen an Kulminationspunkten des Lebens, flankiert von Rahmen, Lehnen, Spiegelungen, die sich in weiteren Arbeiten vom Gegenstand lösen und als Stützen und Gerüste gleich einer dreidimensionalen Zeichnung den Raum neu definieren. Mit diesem Erfahrungshintergrund war der Gewinn eines Wettbewerbs für die Künstlerin ein mehrfaches Glück, tatsächlich einen liturgischen Raum gestalten zu dürfen, weitere Aufträge kamen hinzu. Die vielleicht aufregendste Arbeit war die eines Andachtsraums in einer JVA gemeinsam mit den Gefangenen. Erstmals realisierte sie im Glasstudio Derix in Taunusstein Buntglasfenster auf der Grundlage von Holzschnitten. Sie nennt die Bilderfolge von zehn 53 x 132 cm großen Glasfenstern ein spannendes neues Arbeitsfeld mit „Glasbuchseiten“.

Barbara Wetzel wurden Preise und Stipendien zuerkannt, sie stellt im In-und Ausland aus, ihre Werke befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen.

Matthias Jaeger

...Kunst geschieht

Handzeichnung | Installation | Video

11. Mai 2019 bis 23. Juni 2019

Ausstellungseröffnung am Samstag, dem 11.5. um 11 Uhr.

Mit dieser Ausstellung möchten wir die Erinnerung an Matthias Jaeger wachhalten, an den unermüdlichen Zeichner und Maler, der durch seine Sicht auf das Leben oft ein Staunen hervorrief. Seine Kunst lädt ein, von einem anderen Standpunkt aus zu schauen und ihm folgend, dem Alltag mit einem guten Teil Humor zu begegnen, andererseits muss das Entlarvende seiner Ausdrucksweise ausgehalten werden. Er war jemand, der ohne Zeichenstift kaum denkbar war. Tägliches Neubeginnen in der Vorstellung, dass einmal alle Komponenten glücklich zusammenkommen, dass er diesen unglaublichen Moment erleben darf, an dem Kunst entsteht, war Voraussetzung seines Schaffens und seine künstlerische Haltung.

Wir haben versucht, in dieser Ausstellung Werke verschiedener Schaffensphasen und Arbeitsbereiche darzustellen. Nicht alle Experimente z.B. in der Keramik oder dem Textilen konnten berücksichtigt werden. An dieser Stelle sei auch auf Arbeiten im öffentlichen Raum, wie die Ausgestaltung einer Kindertagesstätte oder die Wandgestaltung im Studiokino „Latücht“ Neubrandenburg verwiesen.

Matthias Jaeger wurde 1945 in Schwerin geboren, wuchs in Neubrandenburg auf, machte Abitur mit Lehrabschluss zum Betonfacharbeiter, arbeitete als Kranfahrer und studierte schließlich an der Hochschule für bildende Künste Dresden Malerei bei den Professoren Kettner, Horlbeck, Bergander, Damme und bei Herbert Kunze. Er war seit 1978 Mitglied des VBK/ DDR, seit 1990 Mitglied des Künstlerbundes MV.im Jahr 1995 begann seine Tätigkeit als Lehrbeauftragter an der Fachhochule Neubrandenburg. Seine Werke befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen, so im Kupferstichkabinett Dresden, in den Staalichen Museen Schwerin, in der Sammlung des Landes Mecklenburg- Vorpommern und in der Kunstsammlung Neubrandenburg.

Juliane Ebner

Durchgangslage

Handzeichnung | Installation | Video

23. März 2019 bis 5. Mai 2019

Ausstellungseröffnung am Samstag, dem 23.3. um 16 Uhr.

Juliane Ebner, gebürtige Stralsunderin, gehört zur jungen Berliner Kunstszene, deren Ausstrahlungskraft auf der radikalen Transformation althergebrachter Themen und traditionsreicher Kunstgattungen beruht. Ebners Thema und zugleich Ausdrucksmittel ist die Zeichnung. Ausgebildet an der Muthesius- Kunsthochschule Kiel bedient sie sich ihrer virtuos - nutzt die Papierarbeiten oft aber nur als Ausgangspunkt für einen Arbeitsprozess, an dessen Ende durchscheinende Plexiglasbilder oder Zeichentrickfilme im Stop-Motion Verfahren stehen. Diese Verwandlung macht einen großen Teil der Faszination Ebners Arbeiten aus, doch ist sie nur das Mittel zum Zweck, um hochkomplexe Bildwelten zu erschaffen, in denen das Thema von individueller Erinnerung und offizieller Geschichtsschreibung subtil ausgelotet wird.

Kristina Volke Kuratorin der Kunstsammlung des Deutschen Bundestages