2010

Saskia Wenzel, Malerei und Zeichnungen

Saskia Wenzel. Gelbe Tasse. 1999 Gouache/Pastell 50 X 69,5 cm

Lieben Rot und Grün den Strich.......

28.03. - 08.05.

Saskia Wenzel, 1965 geboren, hat an der Kunsthochschule Weißensee, bei Dieter Gantz, Dieter Goltzsche und Hans Vent studiert und dort ihr Diplom gemacht. Vermutlich war sie schon immer eine Malerin, eine Bilderfinderin, die Farbe und Licht souverän zur Auferstehung von Traum- und Geisterwelten miteinander verwoben hat. Kommerzialisierte und medialisierte Wirklichkeit holt sie zurück in ihre Welt. Die mit Leichtigkeit dahinfließende, fabulierende Linie versöhnt Flächen intensiver Farbigkeit miteinander. Der wütende Strich sprengt und zergliedert die Bildelemente, die oft als Metaphern für Unsagbares stehen. Sie spart keine Themen aus. Alles was einem Menschen in dieser Stadt Berlin ereilen, widerfahren kann, bringen ihre Bilder irgendwann an den Tag, nicht dokumentarisch gegenständlich, sondern es ist ein Frühlingshauch, beißender Gestank oder das mulmige Gefühl einer sich ausbreitenden Angst, die erinnert werden und sich in Bildern wiederfinden.

 

Hans Otto Schmidt und Gesine Storck, Malerei und Plastik

Klang der Farbe - Kraft der Stille

15.05. - 27.06.

 

Gesine Storck, Lithocollagen

Helmut Senf, Malerei, Email auf Stahl, Plastik, o. T. 2006, Siebdruck, 15,9 x 15,9 cm

Bei der Vorbereitung der Ausstellung wurden diese Blätter, die man auch als Ergebnis einer Arbeitsetappe sehen kann, wiederentdeckt. Farbe unter dem weiten Himmel der Mongolei und in chinesischen Tempeln zu erleben, veränderte für die Bildhauerin alles. Seither untersucht sie die Wirkung der Farben zueinander, bei unterschiedlichem Licht und ihren Einfluss auf den Menschen. Wie verschmelzen die farbigen Fundstücke der Collagen, die scheinbar zufällig einander zugeordnet wurden zu einem Klang; wie erscheint das Orange so satt und das Blau wie finstere Nacht. - Heute kombiniert Gesine Storck gleichgroße Farbquadrate miteinander und beobachtet, wie sich die Farbwirkung in neuer Nachbarschaft verändert. Es entstehen sehr feine, ästhetische Blätter oder variabel zu besetzende Flächen, die zum Spielen einladen.

Hans Otto Schmidt, Malerei

Farben wie Musik. Mit Bedacht und großzügiger Eigenwilligkeit werden Flächen charakterisiert. Sie bestimmen Ordnung und Spannung auf der Leinwand. Von der Zauberkraft des Lichtes immer wieder fasziniert, erzeugt Hans-Otto Schmidt ein Leuchten und Schimmern in vielstimmiger Tonigkeit, die Intensität der Farbe steigernd oder besänftigend. Die unendlich vielen Möglichkeiten geben Anlass zu jedem weiteren neuen Bild. Das Nahe liegende, täglich Vertraute, befreit von überflüssigem Irgendwas, erfährt im Vorgang des Malens einen Wandel zur Kostbarkeit. Am Schluss steht ein einsamer Akkord.

Helmut Senf, Akryl- und Emaillebilder

Hans-Otto Schmidt. Am Kloster. 2008 Öl auf Leinwand. 95 x116 cm

03.07. - 28.08.

Der Thüringer Helmut Senf, 1933 in Mühlhausen geboren, lebt seit 1994 bei uns im Norden, in Saßnitz. Sein Werk, konkrete Kunst im besten Sinne, findet internationale Anerkennung und ist in Sammlungen, Galerien und im öffentlichen Raum vertreten. Mit starkem Talent, gediegener handwerklicher und künstlerischer Ausbildung konnte sich unter der etwas seltsamen Rubrik Metallgestaltung, dem Kunsthandwerk zugeordnet und abseits abstruser Realismusforderungen, sein Werk entwickeln und entfalten.
Der klaren, konsequent aus geometrischen Grundformen hergeleiteten Gestaltungsweise, egal ob es sich um Schmuck, Gefäße, Siebdruck, Malerei oder raumgreifende Plastik handelt, wohnt eine entwaffnende Monumentalität inne.
In der Burg Klempenow werden vor allem Bilder und Modelle für Großplastiken gezeigt, die in ihrer zeichenhaften Abstraktion den Jahrhunderte alten Mauern Signale der Moderne entgegensetzen.

Detlev Schwarz, Malerei

Zigeunerkapelle. 2005, Öl auf Leinwand, 80 x 100 cm

Im Malen liegt etwas Unendliches
(Vincent van Gogh)

04.09.-31.10.

Die Malerei von Detlev Schwarz lebt aus der Farbe. Alle Mitteilungen erfolgen durch die Farbe als expressiver Ausbruch, in strahlender Präsens oder im Streif durchscheinender Zartheit; ein überreiches Spektrum, das er virtuos zu handhaben weiß. Auf der Leinwand schwelgend, als sei das Leben ein Fest, oder Schicht um Schicht bis zum letzten stumpfesten Grau vordringend, das dennoch etwas Hoffendes offen hält, ist jedes Bild dem poetischen Vers eines unendlichen Gedichts vergleichbar. Landschaft, Interieur, Stillleben, Akt und Porträt geben Anlass, durch das Malen eine Klärung herbeizuführen über das, was als wahr empfunden wird.Detlev Schwarz wurde 1950 in Brandenburg geboren, studierte in Dresden an der Hochschule für Bildende Künste Malerei und lebte viele Jahre in Neubrandenburg. Dann hat er im Datzetal das Haus einer alten Wassermühle in ein Refugium verwandelt, das jetzt, trotz beachtlicher Größe, der Bilderflut des unermüdlich arbeitenden Künstlers kaum standzuhalten vermag.