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Die aus dem 13. Jahrhundert stammende Burg Klempenow hat sich als ein guter Ort für bildende Kunst erwiesen. Die stillen, geheimnisumwitterten Räume mit ihrer teils fragmentarischen baulichen Hülle und die besonderen Klang- und Lichtverhältnisse geben den Werken malerischer, grafischer oder skulpturaler Ausprägung einen einmaligen Rahmen. Der Besucher kann die Darstellung von Gegenwart in kontemplativer Stille mit der eigenen Wahrnehmung abgleichen, andererseits geben die alten Mauern Spuren frei, die der fantasieträchtigen Vorstellung von Vergangenheit einen realen Bezug geben.

Lotte Buch - vermiformis

Galerie Burg Klempenow Ausstellung 25. März bis 23. April 2017

Ausstellungseröffnung am Samstag, dem 25.3 um 16 Uhr.

Einführung: Walter G. Goes
Musik: Theo Jörgensmann, clarinet

Lotte Buch führt in ihrem Werk die Phantasie der Archäologin und das Können der Keramikerin zur künstlerischen Veranschaulichung des abstrakten Begriffs der Erinnerung zusammen.Die Wesenhaftigkeit des Scherbens spielt für die direkte Ansprache eine besondere Rolle. Ein Ereignis wird verschieden erinnert, je nach Blickwinkel wird eine andere Geschichte erzählt. Mit dem Vergehen der Zeit ist das Erinnerte einer Veränderung unterworfen.Die Objekte können so oder anders aufeinander bezogen werden; Gefäße der Erinnerung, die wie archäologische Fundstücke Neugier wecken und so vieles offen lassen; privates Archiv, geheimnisvoll miteinander verwandt-verzurrte Artefakte, so dünn wie Papier-hochgebranntes Porzellan, hart und verschlossen.

Lotte Buch lebt und arbeitet in Hirschburg, M-V

2006-2008 Studium, Klassische Archäologie u. Alte Geschichte, Universität Rostock | 2008-2010 Ausbildung, Keramikwerkstatt Johann Klünder, Ahrenshoop | 2010-2016 Studium Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle/Saale, Keramik/Plastik | 2013-2014 Mirma Sinan Güzel Sanatlar Üniversitesi Istanbul | 2016 Diplom, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle | Austauschstipendium vom Künstlerhaus Lukas, Ahrenshoop für Malmö, Schweden