Axel Heller

Das tote Tier

Photographie

19.09.-.19.10.2009

Den 1962 in Rostock geborenen Axel Heller hat die Suche nach einer ihm gemäßen Lebens- und Ausdrucksform zur künstlerischen Fotografie geführt, die untrennbar mit ausgiebigen Reiseerfahrungen verbunden ist. Er begreift das Reisen ganz ursprünglich; sich auf den Weg machen, sich mit Anstrengung und Offenheit einer unbekannten Kultur nähern. Als Fremder Unerwartetes zu erleben und zu bestehen, schärft sein soziales Empfinden. Seine große Lust am Neuen, Andersartigen, verbunden mit einer sensiblen Achtsamkeit an direkten Berührungspunkten, schaffen universelle Verbindungen in Raum und Zeit. Wollen, Können, Entdeckung kulminieren im Moment eines zarten Flügelschlags - vor seiner Fotografie, steht man beglückt und bestürzt zugleich, meint, dieses Universelle zu spüren. Ein Maß für Kunst und Leben, kristallklar und unausweichlich!
Das Tier, in seinen Werken scheint dicht mit den Menschen verbunden zu sein. Sie haben mit ihm gelebt, seine Fähigkeiten genutzt, es getötet und sie werden es verspeisen.
Glück für den, der seinen Hunger stillen kann! Das Tier wird nicht verniedlicht, dient keinem Liebesersatz und ist nicht Ergebnis industrieller Tierproduktion. Es ist einfach da und es ist tot.-