Bernhard Schrock

Die Dinge kehren an ihre Orte zurück

Malerei und Grafik

10.4. - 17.05 2009

Als sich Bernhard Schrock als Künstler zu behaupten begann, gaben ihm die Menschen, die mit ihren Tieren in seiner, seit seiner Kindheit vertrauten ländlichen Umgebung lebten, Impulse für die überzeugenden Arbeiten seiner frühen Zeit. Sie weisen über den unmittelbaren zeitlichen und thematischen Rahmen hinaus und beeindrucken spätestens in der Rückschau, nach der Veränderung herrschender gesellschaftlicher Strukturen, durch ihre Klarheit, Eigenständigkeit und Allgemeingültigkeit. Ein ergreifendes Hell/ Dunkel, die Spannung der Linie zur Bezeichnung des Raums und der tiefe Klang erdschwerer Farbreduzierung kennzeichnen sie.

Seine Bildkompositionen werden mehr und mehr durch einen Rhythmus bestimmt, der an die Strenge Bachscher Fugen erinnert oder Grundlage für freie Improvisationen bietet. Farbe, Licht und Bewegung werden selbst zum Bildgegenstand und geben ihm expressive Kraft.

Folgt man wie Bernhard Schrock den Texten von O. Paz und L. Cernuda findet man sich vor Abgründen des Daseins. Schrock sucht diesen Angriff auf die Grenzen dessen, was wir fühlen wollen, im Bild zu begegnen, eine Balance zu finden, ohne zu verharmlosen. All seine Erfahrungen fließen hier ein. Es erstarren die erschrocken vibrierende Linie, der schrille Kontrast. Unaufhaltsam das schweigende Versacken des Gegenstands in haltloser Fläche.

In seinen neuen Arbeiten kombiniert er zeichnerisch Gebautes mit der Collage und einer Farbästhetik, die dem Besucher seiner Ausstellung in der Burg Klempenow Anregung und Genuss verspricht.