Dorle Stern-Straeter | Ugi Radeloff

Dorle Stern-Straeter

Quilts

29.4. - 11.06.2017

Dorle Stern-Straeter ist eine der renomiertesten Quiltkünstlerinnen Europas. Als Beteiligte und Jurorin großer internationaler Ausstellungen und Wettbewerbe, sowie durch ihre Tätigkeit in der deutschen Patchwork-Gilde, deren Gründungsmitglied sie ist, und als Leiterin vieler Workshops hat sie dafür gekämpft, dass dieser Bereich der Textilkunst als eigenständige Kunstform Anerkennung findet und sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Die Ausstellung in der Galerie Burg Klempenow gibt einen Einblick in verschiedene Schaffensphasen der heute fast 80-jährigen Künstlerin. Dabei sind die Quilts, die sie in der ganz individuell interpretierten Crazytechnik gearbeitet hat und die inzwischen zu ihrem Markenzeichen geworden sind, besonders stark vertreten. Die Liebe zum Stoff, ob aus Seide, Leinen, Baumwolle oder Samt, ob er farbig, uni, bedruckt oder bemalt ist, drückt sich u.a. in den unendlich scheinenden Variationen ihrer Kombination im einzelnen Block aus. Wie sich die Vielzahl dieser kleinen abstrakten Bildflächen in einem meist rasterartigen Gefüge gegenseitig steigern oder harmonisieren, wie die Quiltstiche die Materialität noch einmal in anderer Weise betonen, macht klar, wie weit sich Dorle Stern-Straeters Quilts von den praktischen dreilagigen Decken zu einer zeitgemäßen Form künstlerischen Ausdrucks entwickelt haben.

 

<< zurück <<

Ugi Radeloff

Metallgestaltung

29.4. - 11.06.2017

Ugi Radeloff hat sich schon als Jugendliche in einer Schmiede vom Metall und seiner möglichen Formbarkeit faszinieren lassen und ist dieser Faszination bis heute gefolgt. Zunächst wurde sie Goldschmiedin und hat dann an der Fachschule für angewandte Kunst Heiligendamm ihre Studien fortgesetzt. Nach einer Anstellung als Leiterin der Metallwerkstatt des damaligen Zentums Bildende Kunst Neubrandenburg arbeitet sie seit 1976 als freie Metallgestalterin. Man spürt die Berufung für ihr Metier. Zwischen Spiel und Strenge entstehen zweckgebundene und freie Arbeiten, wobei sich eine Vorliebe für das eigentlich unedle Aluminium entwickelt hat. Vom Handwerk, dem Formen, Schweißen, Treiben und Ätzen geht alles weitere aus. Das vergisst man leicht, sieht man die klaren, selbstverständlichen Formen, deren grafisch gestalteten Oberflächen jedes Ding zu einer einzigartigen Kostbarkeit macht. Die  Aufgabe, die Spanne zwischen künstlerischer Vision und handwerklicher Perfektion in überzeugender Weise auszuloten stellt sich mit jeder Arbeit neu. Ugi Radeloff beherrscht das immer wieder virtuos und vorbildhaft überzeugend. 

 

<< zurück <<