Linde Famira

my house has no address

Malerei, Handzeichnungen und Objekte

06.05. - 10.06.2012

In Linde Famiras kraftvoller Malerei ist ein Schwingen, das unmittelbar Raum greift. Die grafische Geste überträgt den expressiven Impuls ihrer Arbeit, einen  Rhythmus der abbricht, sobald er den Betrachter berührt hat. Ein Thema wird in schmuckloser Direktheit vorgetragen. Fast ist man verführt, sich im satten Dunkel des Uferschattens zu verlieren, sich selbst in das nicht enden wollende Frühlingsgrün zu geben oder den geheimnisumwitterten Raum hinter morbiden Hausfassaden zu betreten, wenn man nicht eine permanente Beunruhigung spürte. Ein feines Sensorium für Abgründiges, für das Fatale, die Katastrophe hinter allem Sein führen zur Komplexität der Mitteilung.

Linde Famira, Morgenhäuser

Morgenhäuser, 2001, Acryl auf Hartfaserplatte, 80 x 122 cm