Sabine Grundmann

Nichtsdestotrotz schweben die Vögel am Abend, so wie ich es träume

Textildesign

23.05. - 28.06.2009

Die Galerie in der Burg Klempenow zeigt eine Ausstellung, die mit lichter Leichtigkeit zarter Umhüllungen die alten wehrhaften Räume zu neuer Lebendigkeit weckt und den Faden uralter Handwerkskunst weiter spinnt. Auf diese Weise stellt sie eine Verbindung zur Entstehungszeit der Burg im 13. Jahrhundert her.
Sabine Grundmann, 1962 in Leipzig geboren, brachte die Liebe zur Buchbinderei und Weberei mit, ehe sie an der Hochschule für Kunst und Design Halle, Burg Giebichenstein Textilkunst studierte. Schon vor dem Diplom 1991 entdeckte sie die japanische Färbetechnik Shibori für sich und experimentiert seither mit unverdrossenem Erfindungsreichtum an der Weiterentwicklung von Färberei und Struktur. Ob farbenprächtige Objekte aus Pergament, große Kokons aus Weide, filigrane Schilde aus Flechtrohr oder transparente High-Tech-Stoffe; jedes spannende Material wurde auf seine künstlerische Verwendbarkeit getestet und in völlig neuer Form präsentiert. Die zauberhafte Umkleidung des Körpers ist eine logische Folge dieser intensiven Arbeit, ob mit schmetterlingszarten Stoffen, farbigen Plissees oder räumlich feiner Flechtkunst.
Ganz neu sind reduzierte traumhafte Tuschzeichnungen und ein Ausflug in die Raku-Keramik, wo die Wandelbarkeit der Glasuren und die Verformungen des Materials Verwandtschaft zur Shibori-Kunst ahnen lassen.