Sibylle Leifer

Sibylle Leifer

Malerei | Grafik

4.6. - 10.7.2016

Sibylle Leifer zeigt eine sehr eigen-und widerständige Kunst. Ihre Aufmerksamkeit gilt der einfachsten Kreatur wie den größten gesellschaftlichen Problemen. In den Mythen der Menscheitsgeschichte, von ihrem Ursprung über ihre Wandelbarkeit und ihrer Bedeutung in der Zeit findet Sibylle Leifer den Stoff, der künstlerische Auseinandersetzung fordert. Meist sind Frauen die Handelnden, wild, stark, extatisch.

In der Ausstellung auf Burg Klempenow wird auch die vollständige Serie der sieben Todsünden zu sehen sein. Desweiteren werden Bücher mit Holzschnitten von Sibylle Leifer zum Kauf angeboten.

Sibylle Leifer 1943 in Krakau geboren | 1944 Flucht nach Berlin | 1953 Übersiedlung nach Greifswald | 1961 Abitur | 1963 Abschluss der Fotografenlehre, Abendschule der Hochschule für Bildende Künste Dresden, Präparatorgehilfin im Kupferstichkabinett Dresden | 1966 Studium der Malerei und Grafik an der HfBK Dresden | 1968, 1973, 1975 Geburt der Söhne |1972 Diplom, freischaffende Malerin in Sanz bei Greifswald und Dresden | 1975 Mitglied im VBK der DDR | 1980 Meisterschülerin an der Akademie der Künste | Reisen nach Moskau, Krakau und Prag, Exkursionen nach Westberlin durch die AdK | 1982 Arbeitsaufenthalt in der Keramikwerkstatt von Hedwig Bollhagen | 1985 Studienaufenthalt in Prag | 1988 Reise nach Ungarn | 1991 Mitglied im BBK, Dozentin für Kunst, Gestaltung und Fotografie an der Fachschule für Sozialpädagogik und Familienpflege Greifswald | erster Aufenthalt in den USA | 1992 Lehrauftrag am Caspar-David-Friedrich-Institut Greifswald | 1994 Arbeits-und Studienaufenthalt in Taiwan | 1995 Studienaufenthalte in den USA und Südfrankreich | Dozentin an der Grafik-und Design-Schule Anklam | 1996-98 Reisen nach Paris, Moskau, in die USA, Polen, Norditalien, Kanada, Litauen und nach Karlsruhe | 2000 Kursleiterin an der VHS Greifswald

Sibylle Leifer war an zahlreichen Ausstellungen im In-und Ausland beteiligt. Ihre Werke sind in privaten und öffentlichen Sammlungen zu finden:

Kunsthalle Rostock, Staatliche Museen Schwerin, Kunstsammlung Neubrandenburg, Kupferstichkabinett Dresden, Akademie der Künste Berlin, Museum für Bildende Kunst Leipzig, Pommersches Landesmuseum Greifswald

„Hoffnung und Verzweiflung im Wechsel und letztendlich der Zweifel, die große Ratlosigkeit; diese zehrenden Gemütsbewegungen fließen in jedes meiner Bilder. Augen im Kopf zu besitzen bedeutet noch lange nicht sehen zu können. Der Halbsehende ist derjenige, der nur sieht, was drauf ist, der nichts dahinter bemerkt, wie Inhalt zur Form, Rhythmus, Komposition. Der Halbsehende ist nichtsdestotrotz ein sympatische Mensch, weil er überhaupt hinblickt.“

Zitat: Sibylle Leifer, Hinterland.Seite 58